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Montag, den 7. Juni 2021

 

Wir MENSCHEN brauchen Transparenz - KLARHEIT & OFFENHEIT

In den Jahren meiner Begleitpraxis habe ich unzählige GESCHICHTEN von misslungene Treffen gehört oder selbst erlebt.



Letztlich lassen sich die meisten Misserfolge auf folgende HAUPTFRAGEN zurückführen:

🔵 Ist die Person, die den Prozess führt inhaltlich neutral, und wurde ihr Auftrag im Vorfeld eindeutig geklärt und an die Gruppe kommuniziert? (ROLLENKLARHEIT)

🔵 Passen die Menschen, die im Raum sind, zur Aufgabe und wissen sie, wozu sie gebeten sind (UND zu was nicht)? (TRANSPARENZ)

🔵 Ist die Person, die den Prozess führt, in der Lage auch in herausfordernden Gruppensituation ein Modell für Offenheit, Würdigung und Neutralität zu sein? (ALLPARTEILICHKEIT)

Die Welt der FACILITATION ist vielfältig.


Nach meinem SELBSTVERSTÄNDNIS besteht meine Aufgabe im Unterschied zum Training oder zur Beratung darin, dass ich eben nicht die Rolle der Expertin einnehme, Inhalte vermittle und versuche der Gruppe etwas beizubringen, bzw. das Verhalten von Menschen zu verändern.

Meine Aufgabe als FACILITATORIN liegt auf der Prozessebene und mit einem klaren Fokus auf der STÄRKUNG der SELBSTORGANISATION und SELBSTSTEUERUNG der GRUPPE.

Meine zentrale Aufgabe besteht also darin, die geeigneten Rahmenbedingungen (räumlich, zeitlich und methodisch) für den GRUPPENPROZESS herzustellen, diese zu erläutern und während des Treffens zu sichern.

Damit schaffe ich Voraussetzung dafür, dass die Gruppe von der VIELFALT ihrer Teilnehmenden, ihrer IDEEN und KOMPETENZEN profitiert (CO-KREATION) und dafür, dass alle Teilnehmenden gleichberechtigt zusammenwirken (umfassende PARTIZIPATION).

Die Verantwortung wird also geteilt, ich bin für den PROZESS, die Teilnehmenden sind für den INHALT zuständig.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.


Herzlichst Ihre
Claudia Lutschewitz

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Dienstag, den 25. Mai 2021 

 

Plötzlich geht die ZUGBRÜCKE hoch - sie steht vor dem BURGGRABEN, den DRACHEN im Blick ...


Mein Beruf als Facilitatorin ist vergleichbar mit dem einer Burg-Architektin.

Denn viele Organisationen gleichen einer BURG:
🏰 die MAUERN sind dick,
🏰 die Fenster dienen als SCHIEßSCHARTEN,
🏰 die BRÜCKE ist hochgezogen
🏰 im BURGGRABEN lauern GEFÄHRLICHE Tiere.

Begegnungen und Leben findet nur einmal wöchentlich statt, wenn auf dem MARKTPLATZ gehandelt und gefeilscht wird, ansonsten sind die MENSCHEN ISOLIERT.

KOOPERATION/KOLLABORATION ist beschränkt auf die Person die an ähnlichen Themen arbeiten, mit denen sie Schnittstellen haben und von denen sie sich einen VORTEIL erhoffen. RISIKEN werden vermieden.

Die Räume, die wir Facilitatoren gestalten, sind dagegen möglichst TRANSPARENT und OFFEN, die Fenster sind GROß, die Wände dünn und FLEXIBEL.

Informationen werden mit allen geteilt, die Bewegungsfreiheit macht einen gemeinsamen Er-LEBENsprozeß möglich.

Die Türen sind WEIT offen und erlauben NEUE Formen der Co-Kreation.

Die Teilnehmenden richten die Räume ein und gestalten sie entsprechen dem, was sie benötigen.

Diese Räume offen und lebendig zu gestalten und zu halten, das ist unsere Aufgabe.


HERZlichst

Ihre Claudia Lutschewitz


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Pfingstsonntag, den 23. Mai 2021

 

WARUM ist es so schwer, DIALOGE zu führen?



Echte Dialoge im Sinn von DAVID BOHM finden sehr selten statt.

In unserer GESELLSCHAFT gilt es als Stärke, die eigene Meinung durchzusetzen, die eigene Überlegenheit klarzumachen, das eigene Terrain zu behaupten.

Die Vorstellung, dass wir durch Reden etwas erschaffen können, wird oft als romantische, weichgespülte und realitätsferne Idee abgetan und zählt in vielen institutionellen KULTUREN nicht zum Repertoire der Personen in verantwortlichen Positionen.

In meiner Praxis hat mich anfangs sehr erstaunt, dass im POLITISCHEN FELD zwar oft von DIALOG gesprochen wird, darunter jedoch meist verstanden wird:
"Ich überzeuge Dich von meiner Idee."

Doch ich spüre überall die Sehnsucht der Menschen nach SINNHAFTIGKEIT.

Aus meiner Perspektive geschieht SINNStiftung und damit SINNhaftigkeit nur durch eine Kultur, die gemeinsam "LAUT-DENKEN" (zumindest zeitweise) ermöglicht.

Doch wie kann dieser bewusste RAUM erzeugt und er-/ge-halten werden?
Kennen Sie dialogische Methoden, die diesen RAUM ermöglichen?
 

 

HERZlichst Ihre

Claudia Lutschewitz

 

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Samstag, den 03. April 2021

 

Wie ist mein Verständnis von sozialen Konflikten und was passiert dabei zwischen den Menschen?🤔


Konflikte werden aus meiner Sicht immer dann erzeugt - ich spreche bewusst von "erzeugen" anstatt "entstehen", denn sie werden gemacht und machen sich nicht selbst -, wenn wir Menschen Unterschiede zwischen uns erleben, z.B. bezogen auf Weltanschauungen, materielle Interessen, Emotionen, Wünsche usw.

Wenn wir also diese Unterschiede als bedrohlich für das Eigene interpretieren, erleben wir uns bewusst oder unbewusst wechselseitig abhängig vom Beitrag der anderen Seite und verteidigen uns dann aus einem Erleben von Bedrohung heraus gegen die andere Position.

Wir sehen die Unterschiedlichkeit als Problem an und unsere typischen Lösungsversuche gehen dann häufig in die Richtung, diese Unterschiedlichkeit im Sinne der eigenen Position aufzulösen.

D.h. wir suchen weniger bis gar nicht nach konstruktiven Möglichkeiten beim optimal ko-existenziellen Umgang mit bleibenden Unterschieden.

Im eigenen Erleben gehen wir Menschen so gut wie immer davon aus, defensiv zu handeln 😉 und werden von den anderen meist als offensiv aggressiv erlebt.

Herzlichst

Ihre Claudia Lutschewitz 🐛🦋

 

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Donnerstag, den 1. April 2021 

 

++ Schreiben - Wandern - Denken ++

Schreiben ist auch eine Art von Gehen oder Wandern.

Man fängt irgendwo an, ist dann bei wechselndem Wetter am Meer oder in den Bergen unterwegs und kommt schließlich, wenn alles gut geht, müde und glücklich am Ziel an.

Vielleicht wandert man allein, in Gesellschaft, jedenfalls stets im Zauber und begleitet von der Magie des Vorankommens, Schauens und Entdeckens, auf neuen oder auch altbekannten Wegen.

Fuss- und Denkwege haben Gemeinsames, denn hier wie dort gibt es schwierige Passagen, unverhoffte Abkürzungen, Umwege oder auch Holzwege.

Nicht selten löst sich ein mühsamer Schreib- und Denkknoten beim langsamen "Gehen" wie von selbst, oder aber es kommt plötzlich eine treffende Wende, ein guter Übergang oder ein überraschender Aus-, Überblick oder Durchblick in Sicht.

Schreib- und Denklust ergeben sich häufig auch aus Identitätsfindung. Wir Menschen haben dies und das erlebt, haben gedacht und gefühlt, Stellung bezogen oder diese wieder verworfen - das sind "wir", der Mensch.

Schreiben, Wandern und Denken - passen gut zusammen und geben uns Raum.
Raum zu erkennen, zu formen, zu finden und zu verändern.


Herzlichst
Ihre Claudia Lutschewitz 🐛🦋


P.S. Ihnen allen schöne, ruhige und bunte Ostern


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Dienstag, den 2. Februar 2021

 

„Nichts ist gesünder auf der Welt, als sich ab und zu krank zu lachen.“ (Carolus Magnus)

 

HERZlichst Ihre Claudia Lutschewitz

 

 

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Donnerstag, den 26. Januar 2021

Boost your Resilience

Interviewfragen:

  • Claudia, was fasziniert Dich am meisten an Deinem Resilienz-Training?

Resilienz ist momentan beinahe ein Modewort, Mythos oder Motto. Darin spiegelt sich die Suche nach mehr Stressresistenz sowie auf mehr Erfolg und Durchsetzungskraft oder auch Lebenszufriedenheit und Glück. In meinen Trainings stelle ich daher zum einen die gegenwärtigen Forschungsergebnisse und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstände vor und verbinde diese zum anderen mit praktischen Interaktionen und Übungen. Diese Trainings-Symbiose bietet den Teilnehmer*innen die nötige Balance zwischen wissenschaftlich-theoretischem Anspruch und handlungsorientiertem Praxisbezug sowie zwischen kritischer Reflexion und erfahrungsbasiertem Erleben.

  • Claudia, welche Sicherheit gibt Dein Resilienz-Training den Teilnehmer*innen?

Die Teilnehmer*innen lernen die Resilienz bei sich und ihren Mitarbeiter*innen zu fördern.

  • Wahrnehmung der Umwelt – Realismus fördern.
  • Verhalten und „gesunde“ Gewohnheiten erkennen – Das Notwendige tun.
  • Fähigkeiten und Haltungen lösungsorientiert ausrichten – Das Beste draus machen!
  • Rolle und Identität in der Gemeinschaft erkennen – Am I connected?
  • Zugehörigkeit zu Werte- und Sinnwelten erschaffen – Das Gute am Schlechten erfassen.

 

Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz

 


Donnerstag, den 15. Januar 2021

Dialog betont die Gleich-Würdigkeit. Darin stecken die Begriffe: „Gleich“ und „Würde“. Im Dialog begegnen sich alle in Würde und Anerkennung für ihr Mensch-sein, wichtige Bedigung für Lernen und Wachstum.

Martin Buber, Begründer der Dialogphilosophie, beschreibt mit seinen unnachahmlichen Worten, dass die Möglichkeit einer Begegnung zwischen einem „Ich“ und einem „Du“ nur da stattfindet, wo sich zwei Subjekte in einem „Atemraum des echten Gesprächs“ ohne Bedingungen und ohne zu erreichendes Ziel treffen.

„... Zwischen Ich und Du steht kein Zweck, keine Gier und keine Vorwegnahme; ...“ (Buber, 1994, „Ich und Du“, S.18 f)

Daraus ergibt sich die „Einladung zum Dialog“ (angelehnt an Schopp/Marek):

  • Jede(r) genießt den gleichen Respekt.
  • Ich vertraue mich neuen Sichtweisen an.
  • Mir ist klar, dass meine „Wirklichkeit“ nur ein Teil der ganzen „Wahrheit“ ist.
  • Ich genieße das Zuhören.
  • Ich brauche niemanden von meiner Sichtweise zu überzeugen.
  • Wir verzichten auf eine einvernehmliche Lösung.
  • Bevor ich rede, nehme ich mir einen Atemzug Pause.
  • Wenn ich von mir rede, benutze ich das Wort „ICH“.
  • Ich rede von Herzen und fasse mich kurz.
  • Ich nehme Unterschiedlichkeiten als Reichtum wahr.

Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz

 

 

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Donnerstag, den 14. Januar 2021

Heute starte ich hier auf meiner Homepage damit, meine Impulsgedanken, so wie sie gerade entstehen und mir durch Herz und Hirn wandern, festzuhalten ....

Es freut mich, wenn ich Sie damit inspiriere.

Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz

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